Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen zum Flugplatz

Auf dem westlichen Teil des Geländes des ehemaligen Militärflugplatzes befindet sich der kleine Verkehrslandeplatz, der eine Gesamtlänge der Start- und Landebahn von 2.435 Meter hat. Zwei Flugzeugfanganlagen, die dem Abbremsen von Maschinen dienen, befinden sich am Ende der Startbahn 22, welches besonders ist, da normalerweise nur eine solche Anlage installiert wird. Da es allerdings vorkam, dass Flugzeuge durch den Zaun brachen und erst im nächsten Feld hinter der heutigen Bundesstraße 180 zum Stehen kamen, wurde sich zu diesem Weg entschlossen. Die gesamte Größe des Platzes beläuft sich auf mehrere hundert Hektar. Gut erkennbar ist zudem jeder neue Bauabschnitt der Start- und Landebahn, da sich die Breite jedes Mal verringert hat. Waren bei der Eröffnung der Start- und Landebahn noch 80 Meter Breite bei den ersten 1.810 Metern, verringerte sich diese bei den folgenden 350 Metern auf 60 Meter und bei den letzten 240 Metern auf nur noch 44 Meter. Eine neue Asphaltschicht ersetzte 2006 die alten Betonplatten der ersten Hälfte der Start- und Landebahn des Flugplatzes.

Eine weitere Nutzung der Start- und Landebahn, das Vorfeld sowie des Flughafengeländes führte die Sportwagenmanufaktur Gumpert durch, die ihren Sportwagen, der mit bis zu 860 PS „bewaffnet“ war, auf der Bahn als Teststrecke und auf dem Gelände zur Präsentation den Journalisten und möglichen Käufern vorführte.

Viele Flugzeugbunker skizzieren das Bild des Flughafens, die zu Beginn für die MiG-21 erbaut wurden, schließlich auch noch Platz für deren Nachfolger, den MiG-27, ausreichten, jedoch für die späteren MiG-29, diese Bunker zu klein waren, daher diese Flugzeuge auf den Zurollwegen zu diesen Deckungen parkten. Auch im Nordwesten, gegenüber der MiG-Bunker, befanden sich Notfallflugzeuge, die aufgetankt und bewaffnet bei einem Alarmstart bereitstanden. Um vor einer außerhalb detonierten Bombe und den dazugehörigen Splittern und Trümmern zu schützen, waren die Stahltore, die mehrere Tonnen schwer waren mit Sand gefüllt. Wenn ein Bunker selbst getroffen worden wäre, hätten die Tore nicht standgehalten. Innovativ und praktisch bei Stromausfall waren auch die geneigten Schienen, die unter den Toren waren, so dass nur ein Mann die Tore öffnen konnte, indem er den Hebel löste und die Tore aufrollten.

Mittlerweile wurden viele von den damals errichteten Flugzeugbunkern abgerissen, um beispielsweise Solaranlagen zu errichten. Einige Teile des Vorfeldes wurden ebenso abgerissen und stillgelegt. Hier befinden sich jetzt unsere Parkplätze.

Des Weiteren befinden sich einige Munitionslagerbunker im Osten des Geländes, im Leinawald versteckt. Alle der insgesamt vier Bunker wurden jeweils paarweise in den siebziger, bzw. achtziger Jahren errichtet. In den beiden prismenförmigen Bunkern, die in den siebziger Jahren installiert wurden, waren Luft-Boden-Raketen Ch-66 vorrätig. Die später errichteten Bunker sind ca. 36 Meter lang und 13 Meter breit und hatten den Zweck modifizierte Bogendeckungen vom Typ AU-13, die nuklearen Kernbombem sowie deren Zunder zu schützen. Das Gelände um den Flughafen Altenburg wurde mittlerweile renaturiert, nachdem die meisten Gebäude darauf abgerissen worden waren, oder wird als Gewerbegebiet genutzt. Namhafte Firmen wie der Airbuszulieferer KTN (gehört zu Hutchinson (französisch)) oder aber der Technify, die Flugzeugmotoren herstellen, haben sich hier angesiedelt. Eine Flugabwehr-Raketenstellung außerhalb des Geländes bei Greipzig sollte den Flugplatz vor Angriffen schützen. Auch ein noch gut erhaltener Gefechtsstand ist auf dem Gelände zu finden.